Natur - ein paar Gedanken was ich mit diesem Wort verbinde...
( was im Kopf eines Okö-Spinners, Gutmenschen, Öko-Terroristen und Grünen Bio-Faschisten so vorgeht - einige der Titel, die ich mir mit meinen Ansichten in den Weiten des Internets schon erworben habe... )
Seit ich denken kann haben mich die Natur und die Naturwissenschaften fasziniert. Als Kind einer Großstadt waren die Möglichkeiten in die unberührte Natur zu gelangen für mich begrenzt. Besonders West-Berlin, dass ja nicht so einfach zu verlassen war wie München oder Hamburg hatte kein Umland, das einfach zu erreichen gewesen wäre.
Die kleinen Reisen die meine Oma, bei der ich aufgewachsen bin, sich leisten konnten gingen dann meistens in den Bayerischen Wald oder an die Ostsee. Als ich dort in der Natur war, war das immer etwas ganz besonderes für mich und ich war einfach glücklich. Ich werde nie vergessen, als ich eines Abends im Bayerischen Wald die ersten Glühwürmchen beobachten konnte, oder die ersten Blindschleichen in der Sonne dösen sah. Ständig schleppte ich irgend welche Tiere an. Einmal einen Maulwurf, den ich aber nach einem Tag wieder freigelassen habe, Frösche und Kröten, Molche und andere Kriechtiere mochte ich ganz besonders. Natürlich würde ich heute keine Tiere mehr einfangen, aber damals habe ich diese Tiere eine Weile behalten um sie zu beobachten, und sie anschließend natürlich alle wieder freigelassen. Ich war einfach fasziniert von Tieren, und als Kind wollte ich am liebsten alle Tiere mit nach Hause bringen. Das hat meine Oma einige Nerven gekostet, und für die armen Tiere war es sicher auch ziemlich stressig. Kinden können grausam sein - zum Glück habe ich das bald erkannt, und so habe die die armen Wesen meistens schnell wieder freigelassen.
Die Natur ist für mich das Spannenste, Wichtigste und Schönste was es gibt. Als ich im Jahr 2006 als waschechter Berliner und Größstädter den Schritt gewagt habe von Berlin in die ländliche Lüneburger Heide zu ziehen, war ich mir anfangs nicht sicher ob ich meine Heimatstadt Berlin nicht vermissen werde, aber ich wurde damit entschädigt,dass ich in wenigen Minuten mitten in der Natur sein kann - wenn man die Landwirtschaftlich dominierte Landschaft so nennen mag - und das tut habe ich nicht bereut.
Hier möchte ich euch Bilder meiner neuen Heimat zeigen, aber auch Bilder von der Natur die ich auf Reisen kennen gelernt habe.
Wenn man sich für Natürliche Zusammenhänge und Ökologie interessiert, dann erkennt man schnell, dass nicht alles was grün ist auch intakte Natur bedeutet.
Das was sich für viele Großstädter schon wie ein Naturparadies darstellt, wird von anderen Menschen die sich mehr mit dem Thema befassen als Agrarwüste bezeichnet. Auch ich habe erst lernen müssen dass eine Wiese mit Kühen drauf, Ein Rapsfeld dass im Frühling prächtig Gelb in der Sonne steht oder eine Fichtenmonokultur die wir als Wald bezeichnen noch nichts mit echter Natur zu tun hat, auch wenn es dem Großstadtmenschen so etwas ähnliches vorgaukelt, und vielen Menschen schon völlig ausreicht.
Es gibt aber noch einige wenige Orte auf der Erde, von denen ich glaube dass sie noch nicht durch die Hand der Menschen verändert und beschädigt wurden, und die auch vor 1. Mio. Jahren schon so oder so ähnlich ausgesehen haben,mögen.
Solche Orte faszinieren mich wirklich am meisten. Wie hat wohl unser Land vor 10000 Jahren ausgesehen? Welche Tiere und Pflanzen kamen damals vor, und wo gibt es noch Plätze die sich wirklich frei vom menschlichen Eingriff natürlich entwickeln konnten? Ganz klar ist - es gibt nicht mehr sehr viele dieser Plätze - wenn man von den riesigen Wüsten, dem Hochgebürge oder den tiefen der Ozeane mal absieht, wo man einfach nicht so ohne Weiteres hin gelangen kann. Aber selbst dort sind die Spuren der sogenannten Zivilisation messbar - und wenn es die Rückstände der Gifte sind, die durch die Menschheit überall auf der Welt verbreitet werden.
Ich habe aber trotzdem schon solche Orte erlebt. Das sind z.B. die Korallenriffe der tropischen Meere. Leider werden die
Riffe durch die globalen Auswirkungen der Klimaveränderung, der Umweltverschmutzung und krimineller, rücksichtsloser Fischerei auch schon an sehr vielen Stellen vom Menschen zerstört und bedroht.
Aber es gibt sie noch - die unberührten und intakten Riffe, und nichts was ich sonst kenne kommt dem, worunter andere Menschen sich das Paradies vorstellen meinen eigenen Vorstellungen näher. Ich befürchte das ich zu der letzten Generation der M;enschheit gehöre, die so etwas mit viel Glück noch erleben konnten.
Die Korallenriffe sind für mich so ganz besonders, weil sie etwas ermöglichen, was in anderen Biotopen nur sehr schwierig zu erleben ist.
Dadurch, dass der Mensch dort nur zu Gast ist und normalerweise nicht vorkommt, kann man hier den Lebewesen so nahe kommen, wie fast in keinem anderen Biotop auf dieser Welt.
Man wird als Taucher nicht als Predator oder Feind angesehen, und wenn man sich ruhig verhält und hektische Bewegungen vermeidet, dann kann man erstaunlich dicht an diese Lebensgemeinschaften herankommen, und die Lebewesen aus nächster Nähe beobachten. Es gibt für mich nichts spannenderes, als für eine kurze Zeit Besucher dieser Lebensgemeinschaften zu sein, und die Tiere direkt vor meinen Augen beobachten und fotografieren zu können.
Ähnliches kann man natürlich auch erleben, wenn man sich einfach mal für eine Weile auf eine naturbelassene Blumenwiese, oder in einem natürlich gewachsenem Wald auf den Boden legt und genau hinsieht. Überall sind so komplexe Lebensräume vorhanden, von denen die meisten Leute gar nichts wissen.
Ich finde zum Beispiel auch Vögel und andere größere Einheimische Tiere sehr faszinierend und wunderschön, aber einen einheimischen Vogel, ein Reh oder einen Baummarder aus der Nähe zu beobachten ist fast nicht möglich. Die meisten Tiere die bei uns noch vorkommen konnten nur überleben, weil sie gelernt haben beim Erscheinen eines Menschen nur durch die sofortige Flucht ihr Leben zu retten . Fast alle Tierarten die dieses Fluchtverhalten vor dem Menschen niemals erlernt haben, wie der berühmte Dodo von Mauritius, viele Singvögel von Hawaii, Neuseeland oder auf anderen Inseln, auf denen Mensch und die von ihm eingeschleppten Raubtiere und Krankheiten zuvor nicht vorhanden waren haben dies mit ihrer Ausrottung in kürzester Zeit bezaht - und sind für immer verloren.
Durch den zwanghaften Tötungsdrang einiger weniger Menschen - den sogenannten Hobby- und Freizeitjägern ist es trotzt
angeblicher zu hoher Wilddichte in Deutschland fast unmöglich einheimischen Wildtieren in freier Natur ohne Tarnzelt und Hightech Fernglas zu beobachten, Es sei denn als Unfallopfer auf den Landstrassen oder Autobahnen.
Interessanterweise gelingen Beobachtungen einheimischer Wildtiere inzwischen in vielen Städten, wie z.B. Berlin wo nicht geschossen werden darf wesentlich häufiger, als auf dem Lande. In Berlin habe ich schon viele Füchse, Wildschweine, viele Vogelarten und sogar Rehwild in den Berliner Forsten beobachten können, was mir in meiner neuen Heimat so gut wie nie gelingt. Hier auf dem Lande wird nämlich auf alles geschossen was sich bewegt - denn die Jägerschaft behauptet immer noch völlig dreist, dass die Natur nur bestehen kann, wenn der Mensch immer wieder korrigierend eingreift. Dass hinter diesen unhaltbaren Scheinargumenten Machtgelüste, Waffenwahn und andere steinzeitliche Verhaltensweisen der meistens männlichen Primaten der Gattung Homo sapiens stehen halte ich für bewiesen - Aber das ist ein anderes Thema, mit dem ich mich auf dieser Seite auch noch beschäftigen werden. Alleine für diesen Satz werde ich wieder Morddrohungen und übelsten Beschimpfungen erhalten.
Hier möchte ich euch also einige Orte und Bilder zeigen, die ich mit dem Wort: Natur verbinde. Die meisten meiner Unterwasserbilder habe ich allerdings auf meiner anderen Webseite: www.funnybubbles.de hochgeladen, auf der ich mich überwiegend mit den Themen beschäftige die etwas mit Wasser zu tun haben.
Bald wird es hier die ersten Inhalte geben. Momentan sortiere ich noch die Unmengen an Bildern, die sich über die letzen Jahre auf meinen Festplatten angesammelt haben.
Fortsetzung folgt...Wietzendorf - 21.8.2011
