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Das Tauchen auf Gangga

Ich hatte ja schon mehrfach geschrieben, dass wir vom Tauchen her sehr verwöhnt waren, da wir ja schon eine 2 wöchige Nord-Safari auf der wunderbaren Liburan hinter uns hatten.

Um es auf einen Punkt zu bringen: Meine Erwartungen wurde bei weitem übertroffen, weil ich schon einige Reiseberichte über Gangga gelesen hatte, in denen das Tauchen nicht so sehr gelobt wurde, sondern nur das wunscherschöne Hotel. Ich fand die Tauchgänge phantastisch, und was die Tauchbasis alles gemacht hat um uns eine tolle Zeit zu bereiten wirklich super. Wenn man allerdings 2 Wochen Sturm, Regen oder was auch immer für Widrigkeiten erlebt , und so was soll es ja auch geben, dann ist man natürlich nciht so angetan, aber das gilt doch für jeden Urlaub.

 

Einige der Tauchplätze auf Nord-Sulawesi und Bangka kannten wir auch schon, aber wer denkt dass man einen Tauchplatz kennt, nur weil man schon einmal dort getaucht ist, der irrt sich gewaltig. Zu jeder Tageszeit sieht ein Tauchplatz ander aus. Das Licht, die Strömung, die Gezeiten, alles ändert sich permanent, und Ich finde es manchmal wirklich ärgerlich, wenn einige der Mitreisenden Taucher immer darauf bestehen bei jedem Tauchgang einen neuen, unbekannten Tauchplatz zu betauchen, auch wenn der letzte Tauchplatz noch so außergewöhnlich schön war. Ich persönlich kann einen Platz, den ich schon ein bisschen kennengelernt habe viel mehr genießen, als wenn ich mich bei jedem Tauchgang auf einen völlig unbekannten Platz einstellen muss.

Natürlich möchte man so viel wie irgend möglich kennen lernen, wenn man in einem so unglaublich atemberaubenden Meer wie dem über Nord Sulawesi unterwegs ist, aber einige der Plätze die wir betaucht haben waren einfach so überdurschnittlich supertoll, das es einfach unmöglich war alles, was man dort finden konnte bei nur einem einzigen Tauchgang zu genießen. Die Eindrücke sind dermaßen Überwältigend, dass man nach jedem Tauchgang meistens von den vielen Eindrücken uns Reizen so überflutet ist, dass man sie gar nicht gebührend genißen kann. Dann vergisst man auf die kleinen Sensationen zu achten, oder man kommt einfach nicht dazu, und die Gespräche nach dem Tauchgang beschränken sich nur auf die üblichen Themen: Hai, Schildkröte, Napoleon, Seepferdchen, das was man beim Vorbeihetzen so mitbekommt. Das ist eigentlich sehr Schade, denn man muss schon genauer hinschauen, wenn man wirklich was erleben will. Das ist halt meine Art zu Tauchen. Es gibt viele Taucher die halt anders drauf sind und maximal 10 verschiedene Fischarten kennen. Die hetzen halt immer durchs Riff, und weil sie nichts erkennen, brauchen sie immer neue Plätze, da sie die alten Plätze ja schon zu kennen glauben. Schade für diese Leute, aber es gibt halt solche und solche.

Wenn ich aber schon eine gewisse Orientierung von einem Tauchplatz habe, und dann ein zweites oder drittes Mal dort hinkomme, dann kann ich ganz gezielt einen bestimmten Korallenblock, ode einen anderen markanten Ort ansteuern, und mir dort in Ruhe die vielen Sensationen anschauen, anstatt in einem Streckentauchgang an den wahren Highligts vorbeizuhetzen. Wenn man überwasser einen Ausflug macht, dann kehrt man ja auch gerne an einen besonders schönen Ort zurück, und genießt ihn beim zweiten oder dritten mal noch viel mehr als wenn man das erste mal dort ist.

Wir waren froh, dass wir mit unserem tollen Guide Eddy bei der Auswahl der Tauchplätze mitreden konnten, und an einige der schönsten Plätze auch ein zweites Mal tauchen konnten.

Nur wenige Meter von den uns bekannten Plätzen entfernt fanden wir mit Eddys Hilfe immer wieder neue sensationelle Unterwasserhighlights. Eddy kannte die Plätze wie seine Westentasche, und führte uns Zielsicher zu immer neuen Sensationen.

Im Gegensatz zu den Tauchgängen 2 Wochen zuvor hatten wir wirklich eine tolle Sicht von 30 m und mehr, da es nicht geregnet hatte und auch nicht windig war.

Es gab z.B. einen Tauchplatz Alfa-Omega hieß, und einer der schönsten war, die ich jemals gesehen habe. Erst taucht man über eine riesige weiße Sandfläche auf der wir Leierfische, Geisterpfeifenfische, Seepferdchen, Sepien gesehen haben und dann kamen wir an einen Felsen, der dermaßen voller Leben strotzte, dass ich es zum ersten mal geschafft habe meinen Blitzakku leer zu fotografieren. Schaukelfische in allen Farben, auch in Pink, Weissrücken Putzergarnelen, hunderte von Tanzgarnelen, Kardinalbarsche, Schmuck-Gesterpfeifenfische, Muränen, Schnecken, Seenadeln, alles an einem Platz, der ganz nebenbei völlig intakt und gesund aussah. Es war der pure Wahnsinn, und ich hätte eine ganze Woche dort tauchen können, aber es gab ja noch so viele andere Plätze. Zum Beispiel einen stillgelegten Bootsanleger, bei der Paradise-Hotel Ruine an dem wir heiße Unterwasserquellen, Schnepfenmesserfische, unzählige Drachenköpfe, Schnecken, Plattköpfe, riesige Schwärme von kleineren Fischen, Flötenfische, Trompetenfische, Garnelen, Walkmen, und, und, und gesehen haben. die Pfeiler waren über und über mit knallbunten Fächerkorallen und Schwämmen bewachsen. Andere Taucher haben 3 Mimikri-Oktopusse gesehen, es war einfach unglaublich supertoll, und da der Platz gerade mal 8 m tief war, musste man uns nach 80 Minuten regelrecht zwingen den Tauchgang zu beenden. Ich kann hier nicht jeden Tauchplatz beschreiben, aber es gab in der ganzen Woche nicht einen Platz, den wir nicht mochten.

Auch hatten wir großes Glück mit den anderen Tauchern. Wir waren meistens mit Larry, einem total netten Ami, Wendelin und Anette und einem netten Franzosen auf dem Boot, und alle waren klasse drauf.

Nur ein einzelner Italiener, der sich extrem rücksichtslos und egoistisch Verhalten hat, kotzte uns an. So hat er z.B. andere Fotografen unter Wasser beim Fotofrafieren abgedrängt, um seine eigenen Bilder zu machen, und er hat einen weiteren Taucher den Tauchgang versaut, weil er unter Wasser ein Zeichen gab, dass angelblich das Kameragehäuse des anderen Tauchers abgesoffen wäre. Dieser brach seinen Tauchgang sofort ab, und es war nichts mit dem Gehäuse alles OK - aber der Italiener konnte den Tauchgang dann alleine mit dem Guide fortsetzen und musste gar keine Rücksicht mehr nehmen. Es kam nie ein eiziges Lächeln oder ein freundlicher Gruß auf seine Lippen, und im Restaurant würdigte er die supernette Bedienung keines Blickes. Auch betrat er ds Restaurant nur mit seiner fiesen rosa Badehose und seinem welken unansehnlichen entblößten Oberkörper. Dabei wurde von Seiten des Hotels extra höflich darum gebeten nicht in Badekleidung ins Restaurant zu gehen.

Ein wirklich unangenehmes A-loch. Leider mussten wir dieses unhöfliche Verhalten bei sehr vielen Italienern beobachten. Kein Hallo beim vorbeigehen, kein Lächeln, kein Blickkontakt zu den Kellnerinnen, kein Danke, wenn das Essen serviert wurde. Ich war wirklich erstaunt wie unhöflich und arrogant diese Leute sich gaben. Dafür waren sie relativ laut, die nicht mehr ganz taufrischen Damen badeten barbusig, was kein schöner anblick war, und ich kann nur sagen: Es ist schon eine andere Mentalität, die wir zum Glück bei keinem der anderen nationalitäten erleben mussten. Die anderen Nationalitäten (deutsche, Niederländer, Amis, Franzosen) waren alle gut drauf, grüßten freundlich und man kam auch ins Gespräch. Ein einziges wirklich nette italienisches Pärchen mit einem süßen kleinen Jungen gab es auch, aber das war die große Ausnahme. Ich möchte wirklich nicht verallgemeinern, aber ich würde die Zeit (Juni-Juli) wo die meisten Italiäner nach Gangga Reisen wirklich meiden. Lärmende, unfreundliche und rücksichtslose Menschen brauche ich im Urlaub nicht unbedingt. Man möge mich Prügeln für diese diskrimminierende Einschätzung, aber so habe ich es leider schon oft erlebt. Nicht nur auch Gangga! Man braucht sich nur ansehen, wen diese Menschen zum Regierungschef wählen, und dann liegt man in etwa richtig wie sie ticken. (Ich weiß, das war wahrschinlich ungerecht und böse von mir, aber ich gebe hier einen Reisebericht ab, und das was ich erlebt habe sollt ihr ruhig erfahren)

An dieser Stelle die Bitte an Wendelin und Annette! Bitte meldet euch doch mal bei mir - ich habe eure E-Mail Adresse verloren, und ich hatte euch doch was versprochen!

Wir haben in der einen Woche gar nicht alle Angebote wahrnehmen können, da wir Nachmittags auch die herrlichen Hotelanlage genießen wollten, aber die Local Plätze rund um Gangga geben so viel her,dass wir gar nicht auf die Idee kamen die weiteren Tagestouren nach Bunaken zu machen.

Wohlgemerkt, es gibt überwiegend kleine Dinge zu sehen, aber die in einer unvorstellbaren Pracht und Fülle!

Wer Großfische sucht, der ist hier nicht am richtigen Platz, aber für Makro-Fotografen ist es ein wahres Paradies. Insgesamt (mit der Liburan und Gangga) habe ich es in 3 Wochen auf 49 Tauchgänge gebracht, wobei ich einen Tag wegen Ohrenproblemen pausieren musste. Zum Glück hatte ich meine spanischen Panotile-Ohrentropfen ® dabei, und so war ich nach einem Tag wieder fit.

Gangga und die Liburan sind taucherische Paradiese, und ich hoffe das es noch lange so bleiben wird!