Berlin
meine Heimatstadt!
Ich bin 1966 im Norden des damaligen West-Berlins geboren, und habe 40 Jahre dort gelebt, bevor ich mich entschieden habe meine zweite Lebenshälte - oder zumindest einen ganzen Lebensabschnitt auf dem ländlichen Niedersachsen zu verbringen.
Über Berlin gibt es so unendlich viel zu berichten, dass ich allein dafür eine eigene Webseite schreiben könnte. Ich frage mich aber ob es wirklich wichtig ist, meine eigenen Erfahrungen in dieser Stadt hier zu veröffentlichen. Immerhin haben 4,5 Millionen Berliner Einwohner auch ihre Erfahrungen in und mit dieser Stadt gemacht, und wenn die auch alle ihren persönlichen Kram veröffentlichen würden, dann käme einiges zusammen. Ich habe schon ein bisschen was persönliches über mein Berliner Leben geschrieben, das vielleicht für die Leute interessant sein mag, die mich ein bisschen kennen.
Ich bin im Norden West-Berlins in Tegel Süd aufgewachsen. Eine ziemlich spießige Gegend, in der sehr viele Menschen z.T. schon seit den frühen 30ger jahren Lebten, wie z.B. meine Oma die mich großgezogen hat. Es hatte fast schon etwas Kleinstädtisches, jeder kannte jeden. Wenn man die Strasse entlanglief, dann wackelten überall die Gardinen, denn die Nachbarn beobachteten alles, was in dieser wenig aufregenden Gegend von Berlin so geschah. DAs empfand ich irgendwann alls ziemolich beklemmend, und daher zog es Mich schon mit 17 - so wie ich mein erstes eigenes Geld verdiente in Richtung Innenstadt. Das geschah Etappenweise über die Bezirke: Wedding, Moabit, Charlottenburg und Schöneberg - wo ich letztendlich über 25 Jahre gelebt hatte. Besonders gerne mag ich immer noch die Gegend rund um den Savignyplatz in Charlottenburg. Dort habe ich während meiner Ausbildung zur Untermiete bei meinem besten Freund ein Jahr lang gewohnt, bevor ich dann für die späteren Jahre nach Schöneberg in die Kurfürstenstrasse in eine eigene Mitwohnung gezogen bin. Über das Hochhaus in der Kurfürstenstrasse Ecke An der Urania sollte ich an anderer Stelle noch mehr schreiben, denn eigentlich habe ich dort den bisher größten Lebensabschnitt verbracht, und auch dieses Haus ist es wert beschrieben zu werden - denn es ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein schönes und günstiges öffentlich gefördertes Wohnhaus durch eine unglaublich schlechte Wohnungsbau-Politik innerhalb von 30 Jahren zum Slumm geworden ist, in der niemand mehr wohnen möchte, der nicht muss.
Wenn ich heute nach Berlin komme, dann bin ich sehr glücklich und dankbar, dass mein bester Berliner Freund Harald noch immer ein Gästezimmer am Savigniyplatz für mich bereit hält. Dort kenne ich mich aus, und fühle mich wohl, dort ist ein Stück Heimat!
Wenn ihr euch die Bilder oben im Banner anschaut, dann werdet ihr feststellen,dass es diesen Teil der Westberliner Innenstadt nicht mehr gibt. Momentan komme ich ca. 3 mal im Jahr nach Berlin, und jedes mal bin ich traurig, wie das was einst unsere Inntenstadt war kaputt gemacht wird, und durch seelenlose Beton- und Glasklötze ersetzt wird. Das Schimmelpfeng Haus wurde z.B. abgerissen, und dort entsteht jetzt das sogenannte Zoo-Fenster. Ein Hotelhochhaus, dass die gesamte ehemalige Skyline der West-City zerstört. Berlin versucht eine billige Copy von Frankfurt Main zu werden - auch wenn es nicht geligen wird.
Für die Leute, die mich nicht kennen möchte ich hier nur die Links zu meinen Berlin-Fotos zeigen. Da ich die Bilder noch nicht alle beschriftet habe, nur ein paar Worte dazu vorneweg. Immr wieder ertappe ich mich dabei Berlin von seiner Postkartenseite aus zu fotografieren. Das ist natürlich langweilig, weil diese Bilder einfach Millionenfach bekannt sind, und nicht wirklich aufregende neue Sichtweisen offenbaren. Andererseits mag ich diese Sehenswürdigkeiten, die ein ganz normales Stück meiner Heimat waren sehr gerne, und da ich keine fremden Bilder auf meiner Seite veröffentlichen möchte und darf, bekommt ihr hier meine Versionen von den üblichen Berlin-Motive zu sehen, und vielleich auch einige Bilder die nicht für die üblichen Postkarten taugen.
Viel Spass!
Hier geht es zu meinen Berlinbildern, die in den letzen Jahren entstanden sind:
Berlin in Sepia (Sept. 2009)
Bilder vom alten Grenzübergang Dreilinden - Herbst 2010 (21 Jahre nach Mauerfall)
Und das ist ein Lied von Peter Fox, das mich an die wirklich besondere Zeit der frühen Neunziger erinnert. Die Mauer war weg, überall in der Stadt gab es neue Clubs - besonders im Osten - E-Werk, Walfisch, Planet, 90°, die geburt der Techno Bewegung, Feiern bis in den nächsten Tag, und natürlich waren wir jung und schön - ich wüßte keinen Ort auf der Welt, an dem ich in diesen Jahren lieber gewesen wäre, als in Berlin. Lang ist es her ...
Schwarz zu Blau - eines meiner liebsten Berlinlieder !
Berlin / Wietzendorf - 23.8.2011
